Wie du das richtige Wohnmobil auswählst – Teil 3

 

Grundrisse

Vergleicht man die Größe eines Reisemobils mit der heimischen Wohnung oder dem Haus, lässt sich feststellen, dass die Grundfläche des Campers gerade mal der Größe des häuslichen Bades entspricht. Die Anforderungen eine komplette Wohnfläche auf durchschnittlich acht bis zwölf Quadratmeter unterzubringen, erfordert intensive Überlegungen und Planungen. Die Anforderung an das Reisemobil ist daher jede Fläche multifunktional nutzbar zu machen. Was nachts die Schlafstätte ist, kann tagsüber in eine Spielelandschaft verwandelt werden. Die Dusche wird bei Regenwetter temporär zur Schleuse für nasse Jacken und Matschehosen und der Beifahrersitz mittels drehbarem Unterbau zum Hochstuhl.

Welche Grundrisse und Einbauten besonders nützlich sind, entscheiden vor allen Dingen die Anzahl der mitreisenden Personen und letztlich auch der ganz individuelle Geschmack und die eigenen Gewohnheiten. Einige Familien bevorzugen das gemeinsame Schlafen im Familienbett, während ältere Kinder doch lieber ihr eigenes Reich haben. Mancher reist gern mit allerhand Zusatzausstattung, der andere lieber mit leichtem Gepäck. Daher sollte man sich intensiv über den passenden Grundriss Gedanken machen, der später sowohl zu einer einsamen Fahrt durch Skandinavien mit wechselhaftem Wetter und Bedarf an Bevorratung, als auch zu einer Reise durch den heißen Süden mit Anspruch an entsprechend gute Belüftung und einen großen Kühlschrank passt.

Grundriss 1 – Minicamper

Der umgebaute Kleintransporter bietet maximalen Ausbau auf minimalem Raum. Drinnen wird nur geschlafen und bei schlechtem Wetter gegessen. Gelebt wird draußen. Als Alternative bietet sich ein kurzer Kastenwagen an.

Grundriss 2 – Kastenwagen (langer Radstand)

Die größere Alternative zum Minicamper bietet bereits einen Sanitärraum und ein festes Heckbett.

Grundriss 3 – Alkoven (Standard)

Das Alkovenwohnmobil bietet gegenüber dem Kastenwagen einen festen Schlafbereich über dem Fahrerhaus und einen separaten, breiteren Aufbau mit mehr Bewegungsraum. Sind die Ver- und Entsorgungstanks innenliegend bzw. im Doppelboden verbaut, ist das Alkovenmobil winterfest.

Grundriss 4 – Alkoven mit festem Heckbett und Garage

Dieser Komfortgrundriss bietet im Heckbereich eine weitere fest installierte Schlafmöglichkeit für 2 Personen. Hier können bei längeren Reisen ganz nach persönlichem Geschmack Lattenrost und individuelle Matratzen installiert werden. Unter dem Heckbett befindet sich eine große Garage für Fahrräder oder einem Motorroller. Fahrer- und Beifahrersitz sind eindrehbar und bieten damit platzsparend zwei Sitzplätze in der Mittelsitzgruppe.

Grundriss 5 – Alkoven mit Hecksitzgruppe

Die große Hecksitzgruppe dieses Alkoven-Reisemobils bietet eine hervorragende Aussicht und eignet sich besonders für das Miteinander in gemütlicher Runde. Das Sitzen während der Fahrt im Heckbereich ist jedoch gewöhnungsbedürftig und erschwert die Kommunikation zum Fahrerhaus. Die getrennten Funktion- und Aufenthaltsräume sind von Vorteil.

Grundriss 6 – Alkoven mit Dinette und Längssitzbank

Das Beste aus zwei Welten versucht dieser Grundriss zu verbinden. Er ist eine Kombination aus Grundriss 3 und 5. Die zur Mittelsitzgruppe ergänzend hinzugefügte Längssitzbank ermöglicht das Zusammensein in großer Runde, ohne diesen Bereich während der Fahrt zu weit vom Fahrerhaus zu trennen.

Grundriss 7 – Alkoven mit 2 Sitzgruppen

Zwei Sitzgruppen sind von Vorteil, wenn man maximale Flexibilität im Reisemobil haben möchte. Es kann an 2 verschieden Tischen gespielt und gearbeitet werden, oder aber diese Sitzgruppen als Schlafstätten genutzt werden. Diesen Grundriss gibt es auch mit separater großer Sitzecke im kompletten Heck, die tagsüber als Spielebereich und nachts als abgetrennter Schlafbereich genutzt werden kann.

Grundriss 8 – Alkoven mit Stockbett quer im Heck

Stockbetten sind bei Kindern beliebt und machen das Reisen von Anfang an zum Abenteuer. Daher ist das Alkovenfahrzeug mit Stockbett einer der beliebtesten Grundrisse für Familien, die entweder nur mit einem Kind oder nicht immer in Vollbesetzung reisen. Der untere Schlafbereich des Stockbettes kann flexibel hochgeklappt werden, wenn nur das obere Bett genutzt wird. Damit erhält man eine große Heckgarage. Kündigt sich weiterer Nachwuchs an oder reist ein Freund mit, kann das untere Bett unkompliziert wieder integriert werden.

Grundriss 9 – Alkoven mit SB quer im Heck und Doppelsitzgruppe

Bei diesem Grundriss befindet sich das Stockbett quer im Heck. Der Eingang ist im Heckbereich direkt zwischen Küchenzeile und Stockbett. Als Erweiterung zu Grundriss 8 gibt es hier eine Doppelsitzgruppe. Werden beide Sitzgruppen umgebaut, ergeben sich bis zu 7 Schlafplätze. Der Alkoven hat eine ausziehbare Liegefläche.

Grundriss 10 – Alkoven mit Stockbett seitlich im Heck

Dieser Grundriss ist optimiert eine große Familie in einem kompakten Wohnmobil zu transportieren. Im Heck befinden sich seitlich ein oder zwei Stockbetten, so dass bis zu sechs feste Schlafplätze vorhanden sind.

Grundriss 11 – Integrierter mit Heck- und Hubbett

Sollte aufgrund von persönlichem Geschmacks kein Alkovenmobil in Frage kommen, der Kastenwagen wiederum nicht groß genug sein, bleibt nur ein integriertes Fahrzeug in der Auswahl übrig. Hier können vier Schlafplätze durch ein festes Heck- und und variables Hubbett entstehen.


Das war der letzte Artikel zur 3-teiligen Serie “Wie du das richtige Wohnmobil auswählst”

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Von | 2017-07-15T00:44:47+00:00 25. Juli 2017|Begegnung, Reisen, Technologie, Wohnmobil|0 Kommentare

Über den Autor:

Benjamin ist Ehemann einer wunderbaren Frau und Papa 4 freier & wilder Kinder. Er reist für sein Leben gern und das am liebsten mit dem Wohnmobil.
Skifahren, wandern und Technik aller Art sind seine Hobbys und Leidenschaft.
Wenn er nicht gerade bloggt, recherchiert, schreibt oder Tatort guckt (meist nachts), “schafft” er als gutbürgerlicher Ingenieur für guten Sound im Fahrzeug.

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