Lipizzaner-Fohlen, Seifenblasen und die Wiener Alpen

Hier kommt der zweite Teil unserer Österreich-Erlebnis-Tour. Setzt euch fest in den Sattel – es gibt so viel zu erleben!!

Lipizzanergestüt Piber in der Steiermark

Hier wird die älteste Kulturpferderasse Europas gezüchtet, der Lipizzaner. Meine Pferde-Mädels waren schon ganz heiß, nun endlich alles über diese tollen Tiere zu erfahren. Ein Tag auf dem Gestüt ist ein wunderschöner Familienausflug. Im Eintrittspreis ist eine Führung inkludiert und wir durften während des Rundgangs sogar dem Schmied über die Schulter schauen. Die Runde beginnt mit einem Einführungsfilm in einem kleinen Kino, unsere Bande schaut solche Natur- oder Tierdokus schon generell gern, waren also ganz begeistert. Außerdem sind in der letzten Reihe 4 Plätze mit Pferdesätteln ausgestattet, muss ich noch  mehr sagen 😉

Im Zentrum der schönen Anlage ist auch ein wunderschön angelegter Spielplatz, das Restaurant gleich daneben, für alle die Hunger mitbringen, und wer dann noch Puste hat, der darf sich die Zeit im ausführlichen Museum vertreiben, oder die tolle Kutschensammlung bestaunen. Im unteren Bereich des Museums ist auch ein kleiner extra- Kinderbereich, wo Pferdefrisuren geübt werden können, oder das Holzpferd gebürstet werden kann.

Wir haben die Zeit in Piber rundum genossen, in den Sommermonaten kann man nach Anmeldung sogar mit Führung auf die Alm hinaufgehen um die Herden zu besuchen, allerdings erfordert das einige Kondition und ist als genereller Familienausflug nicht geeignet.

Ach ja, dort oben kann man natürlich auch heiraten, wer da noch eine romantische Location sucht, ist hier richtig 😉 Die Kutsche samt Schimmeln kann auch bestellt werden…

Schweren Herzens trennten wir uns von den süßen Fohlen, es ging weiter durch das grüne Herz Österreichs bis in das kleine Städtchen Hartberg.

Ökopark Erlebnisreich in Hartberg

Das Wissenschafts-Zentrum in Hartberg gleicht einem riesigen spannenden Spielplatz, und ist auch für Regentage ein geniales Ausflugsziel. Wir hatten zwar strahlenden Sonnenschein, aber wenn man mit Womo und Kindern reist, braucht man ja auch manchmal Alternativen bei Nass-Wetter, dies hier ist definitiv eine Empfehlung. In Großbildkino, verschiedenen Ausstellungen und ganz viel “Technik zum Anfassen” werden ökologische und naturwissenschaftliche Themen vermittelt. Unsere Kids waren begeistert und haben stundenlang abwechselnd etwas über Seifenblasen gelernt (und sich reichlich eingesaut bei der Gelegenheit), etwas über Dynamik und Impulse erfahren, einen Reaktionstest bestanden und Glühlämpchen zum Leuchten gebracht. Mein Physiklehrer hätte seine wahre Freude dran gehabt 😉 (er war noch einer mit Herz und ganz viel Begeisterung…) Danach hätten wir eigentlich eine Pause gebraucht, aber es war alles so spannend, und so führte unser Weg  noch weiter durch eine gesamte Bionik-Ausstellung (wow!), im Außenbereich wurde noch nach Gold geschürft und die letzte Stunde vor Schließung der Anlage durchwanderten wir noch das Edelsteinhaus. Herrlich.

Wer einen Besuch plant, bitte schaut euch die Öffnungszeiten genau an, das Zentrum ist auf Schulklassen eingerichtet und hat soweit ich mich erinnere recht ungewöhnliche Öffnungszeiten. Einfach vorher kurz anrufen bringt Klärung.

Nach so viel Input zog es uns wieder in die Natur, und unser Womo schlängelte sich hinein in die Wiener Alpen.

Semmering und Schneeberg

Die erste Auffahrt ging auf den Zauberberg Semmering. Wunderschöne Aussicht soweit das Auge reicht, und ein Highlight für die Rasselbande, Seilbahn fahren! Oben kann man einen wirklich sehr hohen hölzernen Aussichtsturm besteigen (ich habe verzichtet… – mit jedem Kind mehr fällt es mir schwerer in die Höhe zu gehen, kennt jemand das Phänomen?). Dann sind wir eine kleine Wander-Runde gedreht und kurz vor Bahnschluss wieder in der Kabine hinunter gefahren. Alternativ kann man sein Mountainbike satteln (was hier auch rege genutzt wurde) oder sich einen Roller leihen und eine etwas gemäßigtere Route hinuntersausen. Das war noch nichts für uns, mit größeren Kindern aber bestimmt eine coole Aktion.

Wir erlebten zu Füßen der Semmeringbahn noch eine herrlich ruhige Nacht und ein reinigendes Gewitter, und auf ging es zu neuen Abenteuern am nächsten Tag. Quasi im “Vorbeifahren” sausten wir auf den Corona Coastern die Sommerrodelbahn hinab, selbst dort kann kam locker den ganzen Tag verbringen, es gibt sehr niedlich angelegte Wege mit Rätseln für die Kinder (St. Corona am Wechsel). Doch es zog uns weiter, es rief der höchste Berg Niederösterreichs – der Schneeberg!

Mit der getupften Salamander-Bergbahn geht es vom beschaulichen Puchberg aus in 40 min zur Bergstation. Die Fahrt belohnt mit wirklich atembraubend schönen Ausblicken und Weitsichten. Kamera gezückt halten! Oben auf ca 2000 Metern hat man schon richtig Hochgebirgs-Flair. Für die Kids gibt es einen sehr nett angelegten Spielplatz, wobei zumindest unsere den zwar sehr schön fanden, aber in solcher Naturkulisse eigentlich keine Spiel-Anregung brauchen. Die Natur ist Spielplatz genug. Den empfohlenen Rundweg sind wir in ca. 1h gegangen, mit allen 4 Kindern, im Prinzip problemlos. Ein paar Motivations-Kniffe sollte man im Gepäck haben, falls der Start noch schwerfällt. Die Bergstation eignet sich auch, um zu einer Hüttenwanderung aufzubrechen, ein Ziel, was noch auf unserer Bucket-List steht 😉 Aber das wird schon noch.

Alles in allem: unglaublich schön, allerdings – das will ich nicht verschweigen, auch unglaublich teuer. Aber da haben wir euch die Rettung ja schon im letzten Post verraten: Selbst wenn ihr nur einen “normalen” Urlaub in Niederösterreich verbringt, bitte nehmt euch die Zeit und belest euch kurz über die Niederösterreich-Card! Alle hier beschriebenen Ausflüge wurden mit dieser Karte bezahlt, und gerade die Bergbahnen sind für Familien mit Kindern oft mega teuer, weil auch recht kleine Kids schon zahlen, und das nicht wenig. Allein die Berg- und Talfahrt mit der Schneebergbahn kostet für den Erwachsenen 36 €. Die NÖ-Card für das ganze Jahr kostet 59 €, und damit ist eine Berg- und Talfahrt kostenfrei. Wir empfehlen diese Karte völlig uneigennützig, wir haben sie selbst genutzt und waren sehr zufrieden. Sie hat uns ermöglicht, einen wunderbar aktiven und in dieser Hinsicht finanziell stressfreien Erlebnisurlaub zu verbringen. Infos Hier: http://www.niederoesterreich-card.at/

Das war Teil 2 unserer Österreich-Serie – bald mehr 😉

Wenn euch die Artikel gefallen oder bei eurer Tourplanung helfen, freuen wir uns sehr, wenn ihr ihn liked, teilt oder an Freunde weiterleitet, oder kommentiert! Bis bald!

Von | 2016-09-13T13:54:07+00:00 13. September 2016|Begegnung, Lernen & Entdecken, Österreich, Reisen, Sightseeing, Wohnmobil|1 Kommentar

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Ein Kommentar

  1. […] von Aigner`s Falkenhof ansehen. (Hiermit war unsere Lipizzaner-Tour komplett, wir waren sowohl im Gestüt Piber, in Wien direkt in der ehrwürdigen Reithalle und nun noch im Trainingszentrum auf dem Heldenberg. […]

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