Wie deine Kinder ein positives Selbstbild entwickeln

Wir wünschen euch allen ein gesundes und gesegnetes Jahr 2016. Möge es unser aller bestes Jahr werden! 🙂

Wir haben die Tage über Weihnachten und den Jahreswechsel ohne Trubel „nur“ als 6er-Pack verbracht. Es war eine erlebnisreiche und freudige Zeit, voller Spannung (Geschenke!!!), Rückblick (u.a. unsere Europa-Reise) und Ausblick („The best is yet to come!“). Der sozialkontakt-fixierte Hausherr musste die Situation erst einmal einordnen, lernt aber schnell diese Momente zu genießen. (Aktuelle Bilder auf Instagram!)

Überhaupt beschäftigt uns das Thema, nennen wir es mal ‚Persönlichkeitsentwicklung‚, immer mehr! Durch Selbsterfahrung und regen Austausch mit anderen, merken wir immer mehr, dass das „Auf-Kurs-Gehen“ im Familienalltag eine große Herausforderung ist, die es zu meistern gilt – die aber definitiv zu meistern ist. Beim Graben nach Gründen und Ursachen bleiben wir an Problem hängen, die wenig an Zwischenmenschlichkeit oder Kommunikation scheitern, sondern schlicht an der persönlichen Entwicklung des einzelnen Menschen – also mir selbst. Aus diesem Grund starten wir die Blogserie „Wunde Punkte in unserem Leben – Wie unser Denken und unsere Wahrnehmung unsere Realität bestimmen“. Inspiriert sind die Artikel durch das Buch „Your Erroneous Zones“, geschrieben von Bestseller-Autor Dr. Wayne Dyer.

Wenn du dein Leben verändern willst, musst du deine Gedanken verändern. Dein Denken gestaltet dein Leben! – Wayne Dyer (1940-2015)

Im ersten Teil unserer Serie geht es um:

Selbstzweifel

Liebe dich selbst. Was du bist, ist das einzige, was du hast. Wenn du in den Spiegel schaust (äußerlich und seelisch) – was denkst du? Kannst du dich annehmen wie du bist? Oder hättest du gern etwas anders?

Die Bibel sagt, liebe deinen nächsten wie dich selbst. Ganz egal, ob dieses Buch dein Herz bewegt oder nicht – bevor du einen großen Schritt nach vorn in deinem Leben und deiner Familie gehen kannst – nimm dich so an wie du bist! Schätze dich wert. Du bist großartig, so wie du bist. Lass die Zweifel an dir selbst fallen und beschließe heute und jetzt: Ich bin perfekt – ich bin genauso, wie ich sein soll. Das fühlt sich gut an, oder?

Bevor du Heilung für deine Beziehung, eine neue Tiefe in deinen Freundschaften oder überhaupt neue Kontakte zu Menschen erreichen kannst, musst du dich selbst bedingungslos lieben! Es mag für manche vielleicht nach purem Egoismus klingen – ein Drehen nur um sich selbst. Aber die Frage ist, was ist Selbstsucht überhaupt? Egoistisch bis du dann, wenn du zu einer Belastung für andere wirst. Aber genau das bist du, wenn du dich nicht selbst annehmen kannst! Es ist daher exakt andersherum – egoistisch ist, wer sich selbst nicht annehmen kann! Eine Person ohne Selbstzweifel, mit Liebe & Annahme für sich selbst, ist ein Segen für sein Umfeld. Du hast die großartige Chance, das weiterzugeben.

Jeden Abend sagen wir unseren Kindern, wie wertvoll sie sind, wie froh und dankbar wir sind, dass sie bei uns sind. Nutze die Chance und gib diese Liebe an deine Kinder, deinen Partner, dein Freunde, oder wer auch immer dir wichtig ist, weiter!

Und wenn du diese Liebe von anderen empfängst, dann lerne sie anzunehmen. Jemand sagt: „Du siehst heute gut aus!“ Aber du wiegelst schnell ab: „Ah danke, mein Frisör hat gute Arbeit gemacht.“ Entscheide dich bewusst, dieses Kompliment zuzulassen. Sag einfach DANKE. Selbst wenn es (noch) nicht aus vollem Herzen kommt. Es beginnt in deinem Kopf und wird anschließend zu deiner Realität im Herzen!

Gönne dir regelmäßig etwas Gutes. Schaue im Restaurant nicht gleich als erstes auf den Preis. „Oh, das ist zu teuer für mich.“ Nein, schätze dich wert! Sag zu dir: „Ich werde mich ab heute nicht länger als unvollkommene und belanglose Person betrachten.“

Sollte dir das schwer fallen, stelle dir die Frage: Warum erlaube ich mir, durch mein negatives Selbstbild, mich so bewegungsunfähig zu machen? Du bist einzigartig und wunderbar gemacht! Das Leben bietet dir großartige Chancen. Alles was du bisher schlechtes über dich gedacht hast, waren deine Gedanken. Es ist nicht die Schuld deiner Eltern, deiner Freunde oder wem auch immer. Alles was über dich gesagt oder gedacht wurde und du zu deiner Realität machtest, hast du akzeptiert. Stehe auf und schüttle das von dir ab. Du bist nicht länger von der Meinung oder den Urteilen anderer Menschen über dich gefangen. Lobe dich selbst. Sage zur dir selbst: „Ich bin es wert!“ (Es muss ja niemand hören 🙂 )

Wenn du dein Leben auf Kurs bringen möchtest und dir dieses Selbstvertrauen für deine Kinder wünschst, dann fange bei dir an. Eltern sind die Bücher, in denen ihre Kinder lesen!

Und jetzt seid ihr dran – was denkt ihr zu dem Thema? Ganz egal, ob ihr absolut anderer Meinung seid, zustimmt oder etwas wichtiges zu ergänzen habt, schreibt es einfach ins Kommentarfeld rein! Und teilt gern den Artikel mit denen, die euch wertvoll sind.

Alles Liebe – eure

Benjamin & Mareen & kids

By | 2016-01-03T01:50:39+00:00 Januar 2nd, 2016|Achtsamkeit/Bewusstsein, Familie & ElternSein|10 Comments

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10 Comments

  1. Gisela (Gisi) Nordhausen 2. Januar 2016 at 21:22 - Reply

    Wie wichtig das Thema Selbstliebe doch ist! Es zieht sich durch alles und jeden und ist aus meiner Sicht das Thema fast aller Menschen, welches die meiste Heilung benötigt. Ja, und ich glaube, es war ein weiser biblischer Spruch, der nur verzerrt wurde durch die patriarchale und dunkle Herrschaft, die bis heute noch wirkt auf uns und dazu führt, dass viele tatsächlich denken, wenn sie gut zu sich selbst sind und sich in Selbstliebe üben, es sei egoistisch. Wie kann jemand eine gute Mutter, ein guter Vater sein, wenn er/sie sich selbst nicht liebt? In meiner Arbeit mit Familien erlebe ich dies leider allzu häufig. Was sich mir zeigt, sind bedürftige Eltern, die ihre Kinder für sich brauchen. Die die Liebe ihrer Kinder aufsaugen aufgrund ihrer Unfähigkeit, sich selbst diese Liebe zu geben. Und die Kinder lernen nichts über BEDINGUNGSLOSE LIEBE, sie werden zu früh erwachsen und lernen schon früh, Opfer zu bringen und für andere da sein zu müssen, anstatt für sich selbst. Sie lernen, dem Wunschbild ihrer Eltern zu entsprechen und können sich nicht entfalten, wie sie eigentlich sein wollen, was sie eigentlich leben wollen, sie werden missbraucht für die Bedürfnisse der (scheinbar) Erwachsenen und sind für sie da, aus Liebe zu ihnen. Ach, ein endloses Thema…..aber ein sehr sehr wichtiges! Gutes Gelingen und viel Freude an eurer Arbeit, den Menschen einen Mehrwert zu geben! Vielen Dank dafür!!

    • Ben 3. Januar 2016 at 1:44 - Reply

      Liebe Gisi, danke für diesen schönen Kommentar! Ja, wir denken es ist höchste Zeit für diesen „Mehrwert“… Und es wird… Stück für Stück, es liegt an uns…
      Alles Liebe,

      B&M

  2. Cori 2. Januar 2016 at 23:26 - Reply

    Da fällt mir spontan folgender Song ein, der ähnliches aussagt: https://youtu.be/kQVGUcQUagU
    „denn genau so wie du bist, bist du unvergleichlich“

    • Ben 3. Januar 2016 at 1:46 - Reply

      😉
      Unvergleichlich, einzigartig 😉
      Du bist du… (mit der Melodie vom Kinderlied im Ohr…)
      Beste Grüße an die Hof-Gemeinschaft!

  3. Melanie 3. Januar 2016 at 0:46 - Reply

    Danke, Ihr Lieben, für diesen schoenen und inspirierenden Artikel!

    • Ben 3. Januar 2016 at 1:47 - Reply

      Sehr gern, wir hoffen es können viele viele etwas mitnehmen davon. Euch ganz viele liebe Grüße! Vielleicht schaffen wir es ja 2016 mit einem Treffen… Kommt ihr nach Berlin?
      Beste Grüße,

      B&M

  4. A. 3. Januar 2016 at 9:38 - Reply

    Absolut richtig. Kinder sind ein Spiegel ihrer Eltern. Viel mehr Spiegel ihres inneren.

    • Ben 3. Januar 2016 at 22:55 - Reply

      Und wir sind das Buch, in dem sie lesen… 🙂
      LG und Danke für deinen Kommentar!

      B&M

  5. Ich 3. Januar 2016 at 13:08 - Reply

    Ihr bringt hier ein Thema an, worüber ich mir selber in letzter Zeit Gedanken mache. Denn ich bin schon jemand, der sich eigentlich selber nicht leiden kann. Ja, manchmal (in letzter Zeit sogar öfter) hasse ich mich sogar. Und dann frage ich mich, wie soll das gehen, diese Gedanken abzuschütteln? Jetzt und hier, wenn diese über Jahre hinweg gewachsen sind. Vielleicht schon mein ganzes Leben lang? Muss ich wirklich mich selber lieben? Kann ich nicht die Liebe, die ich in mir trage, einfach an andere Menschen weitergeben, ohne, dass ich mich selber dafür lieben muss? Denn das macht mich doch froh und glücklich, wenn man sehen kann, dass andere Menschen glücklich sind. Dann wird man noch zu einer Belastung für andere? Wie soll die Belastung aussehen? Man macht sich ohnehin schon die ganze Zeit Gedanken, wie wirke ich auf andere. Darf ich so sein wie ich bin? Wie sehen andere mich? Ich sehe im Spiegel ganz oft nur meine Fehler, bekomm es aber selbst gerad nicht gebacken, etwas daran zu ändern. Wenn doch, bekomme ich dann ein besseres Selbstwertgefühl?
    Was ich mir aber nicht sagen lasse ist, dass ich ein schlechtes Elternteil wäre!

    • Ben 4. Januar 2016 at 2:51 - Reply

      Hallo und guten Abend,

      zuerst – du bist ganz sicher ein gute Mutter. Denn wenn du dein Herz gibst, dann merken das deine Kinder! 🙂
      Und trotzdem bist du auch das Buch, in dem deine Kinder lesen. Was du also an deine Kinder weitergeben willst, werden sie weniger an deinen Worten, sondern an deinem Leben ablesen. Und wenn sie deinen Hass gegen dich selbst bemerken (und das werden sie), werden sie das als einen Teil von dir betrachten (und unglücklicherweise auch als einen Teil von sich selbst, denn sie übernehmen nicht das, was wir ihnen erzählen, sondern das, was wir SIND…).
      Aber jetzt kommt die gute Botschaft: Du musst das nicht mit dir tragen. Du darfst wissen – du bist geliebt, genauso wie du bist. Eine geniale Schöpfung Gottes ohne Wenn und Aber. Trotzdem bleibt für dich vielleicht offen, wie du diesen Transformations-Prozess für dich in Gang bekommst. Wir denken es geht dabei um deine Vergangenheit – deine Erlebnisse und wie sie auf dein JETZT abstrahlen. Hier müsste man im einzelnen genau schauen, welche Dinge dich davon abhalten dich selbst zu lieben. Wir schreiben in den nächsten Posts über Anerkennung, deine Vergangenheit, Schuld, Sorgen, Vorurteile, Ärger und noch einige andere Punkte. Lies dir unsere Gedanken dazu einfach mal durch und schaue, ob du da Antworten für dich findest. Ansonsten kannst du uns auch gern persönlich anschreiben (Kontaktformular oben).

      Zum Schluss noch einer unserer Lieblingssprüche derzeit:
      „There is no way to happiness – happiness is the way!“

      LG und und ganz viel Herz.

      B&M

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