5 Tipps, wie du bewusst HIER und JETZT leben kannst, ohne dass deine Vergangenheit dich immer wieder einholt

Oft ist uns gar nicht bewusst, wie wenig wir in unserer Gegenwart bewusst gemeinsam mit unseren Kindern leben. Unsere Gedankenketten drehen sich um Dinge aus der Vergangenheit oder um Aufgaben, die in naher Zukunft auf uns warten. Der Einkauf, der heute noch erledigt werden muss, der Ärger mit dem Vermieter von letzter Woche und selbst die Planung für den nächsten Urlaub, die zum Familienstreit führt. Doch dann stirbt plötzlich ein naher Verwandter oder eine schwere Krankheit trifft uns oder ein Familienmitglied. Und auf einmal merken wir, wie beschäftigt wir mit zukünftigen oder vergangenen Dingen in unserem Leben sind, ohne das HIER und JETZT – unsere Gegenwart zu genießen und bewusst zu leben.

JETZT ist die Zeit mit deinen Kindern – mit deiner Familie! Diese Zeit kommt nicht wieder, also lebe sie bewusst!

Heute geht es darum, wie du in 5 simplen Schritten deine Vergangenheit loslassen kannst. (Nächste Woche beschäftigen wir uns, wie du die Sorgen über deine Zukunft loswirst.)

  1. Werde dir bewusst über die Dinge, die dich in der Vergangenheit gefangen halten! Lerne loszulassen! Mach dich von deiner Vergangenheit frei. Sie ist vorbei – du kannst sie nicht mehr ändern. Das ständige gedankliche Durchleben von vergangen Dingen, führt zu einer Bewertung deiner Gegenwart mit längst nicht mehr zu ändernden Sachen. Du vergleichst unweigerlich deine jetzige Situation mit deinen Erfahrungen von damals. Schließe also damit ab. Wenn du magst dann weine noch einmal über die Dinge, die du gern besser oder anders gemacht hättest, aber dann schlag‘ das Buch endgültig für immer zu und konzentriere dich auf deine Gegenwart.
  1. Höre auf dir Bewertungsschilder umzuhängen. Wie oft hast du von anderen oder vielleicht auch dir selbst gehört, wie oder was du bist. „Ich war schon immer so.“ Oder: „Mathe war noch nie deine Stärke.“ Aber nur weil du dir eines dieser Bewertungsschilder umhängst oder umhängen lässt, heißt es noch lange nicht, dass du WIRKLICH so bist. „Ich bin schlecht in Mathe“ oder „Sprachen sind nicht meine Stärke.“ Alle diese Labels haben Kraft über dein Leben. Was du denkst, bestimmt dein Leben – wird Realität in deinem Leben. Aus deinem Denken wird eine Haltung und aus dieser Haltung wird eine Lebenseinstellung!

Noch ein Beispiel dazu: „Ich bin schüchtern.“ Du bist auf einer Feier und siehst eine Gruppe netter Leute. Du willst hingehen und sie ansprechen, aber plötzlich bleibst du stehen. Du sagst zu dir selbst – „oh, ich bin schüchtern – ich trau mir eigentlich nicht dahin zu gehen und sie anzusprechen.“ Damit hängst du dir ein Bewertungsschild um den Hals und kommst in einen Strudel, denn plötzlich wird dein Denken über dich selbst zur Realität. Du sagst, du kannst niemand kennenlernen, weil du schüchtern bist. Was ja gerade eben bestätigt wurde – es wurde zu deiner Realität. Aber halt – es gibt kein Gen für Schüchternheit. Du wurdest nicht schüchtern geboren!

Der einzige Weg herauszufinden was du bist, ist es zu probieren. Vergiss alle Bewertung aus deiner Vergangenheit, die du dir selbst aufgelegt hast oder welche dir auferlegt worden ist. Und obwohl du dachtest, dass du eigentlich schon immer schlecht in Rechtschreibung warst, fängst du an ein Buch für deine Kinder zu schreiben, was du dir insgeheim schon immer erträumt hast.

  1. Drücke den Reset-Knopf! Um die Vergangenheit loslassen zu können, musst du dich zum LOSLASSEN entscheiden – bildlich gesprochen den Reset-Knopf drücken. Dein System fährt hoch, und alles was deine Gegenwart ausgebremst und ständig zum „abstürzen“ gebracht hat, ist von der Festplatte gelöscht. Doch wie setzt du das um?
    • Sprich positiv über dich! „Ich bin mutig!“ „Ich bin aufgeschlossen“ „Ich bin ein Mathe-Ass.“ „Ich bin gesund.“ (Auch wenn Krankheit dein Leben bisher bestimmt hat, entscheide dich für die „Gesund-Einstellung“. Sie ist der Schlüssel, dass die Krankheit nicht mehr deinen Alltag bestimmen kann.)
    • Denke positiv über dich und entwickle einen Glauben daran, dass das Gute was du aussprichst auch Realität wird. Denn bedenke den Satz von oben:

„Wenn du dein Leben verändern willst, musst du deine Gedanken verändern. Dein Denken gestaltet dein Leben!“

Wenn du den Glauben daran gewinnst und bewusst positive Gedanken entwickelst, wird sich deine Gegenwart verändern. Alles was in unserer Welt erschaffen wurde, hat seinen Ursprung in einem Gedanken. Wenn all diese Erfinder ihre Realität als unabänderbar akzeptiert hätten – wo wären wir dann heute? Hätte Edison die Glühbirne erfunden oder Henry Ford das Auto, wenn sie nicht daran geglaubt hätten, dass ihre Realität nur ein Zustand ist, aber ihre Gedanken diesen verändern kann? So funktioniert auch unser Leben. Unsere Gedanken bestimmen unsere Realität!

Ich kann mir z.B. schlecht Namen merken. Wenn mir irgendwo Leute vorgestellt werden, dann habe ich ihre Namen meist schnell vergessen. Aber das ist meine Entscheidung! Ich habe diesem Punkt einfach keine Beachtung geschenkt – es so akzeptiert. Es ist keine Schwäche oder Charaktereigenschaft. Ich entscheide mich das zu ändern. Wenn ich also heute jemandem vorgestellt werde, dann wiederhole ich in meinem Kopf immer und immer wieder seinen Namen und merke ihn mir. Ich stelle mir vor, ich werde diesen Namen nicht vergessen. Schließlich bin ich gut im Merken!

Du kannst dich entscheiden, welche Persönlichkeit du sein wirst. Ändere deine Einstellung über dich selbst. „Ich bin musikalisch. Ich bin sportlich. Ich bin geduldig.“

  1. Entscheide dich! „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“ Das ist eine Lüge! Du bist das, für was du dich hältst! Tief in deinem Herzen musst du wissen – du hast die Möglichkeit ALLES zu sein was du dir sehnlichst wünschst. Du bist ein von Gott nach seinem Bild geschaffener und geliebter Mensch! Wenn du die Beschränkungen und Gewohnheiten in deinem Leben aufsprengen willst, dann entscheide dich gegen die zahlreichen negativen „Ich bin“.

Die moderne Medizinforschung hat in den letzten Jahren entdeckt, dass unser Denken sogar unsere Gene verändern kann (> Epigenetik). Das beweist, dass wir das Verhalten und die Gewohnheiten unserer Eltern nicht unweigerlich erben, sondern in unserem Leben verändern können.

  1. Lerne zu vergeben und zu verzeihen. Der fünfte und letzte Punkt ist für dich vielleicht der wichtigste. Wenn du die Vergangenheit loslassen willst, musst du in deinem Herzen Frieden finden, mit allen den Menschen, auf die du Groll hast. Der Lehrer oder der Trainer, der dich unfair behandelt hat, deine Eltern oder Verwandten, die dir immer alles verboten haben, deine Nachbarn oder Mitschüler, die dir immer das Leben schwer gemacht haben, oder dein Partner, von dem du schwer enttäuscht wurdest. Lass es los! Lass diesen Schmerz gehen und sende alle diesen Menschen Liebe und wünsche ihnen das Beste. Lerne dir aber auch selbst zu vergeben. Wie schon in den ersten 4 Punkten beschrieben, kannst du die Vergangenheit nicht ungeschehen machen, aber dir selbst vergeben und damit deine Gegenwart verändern!

Bedenke, dass all den Groll, den du in dir trägst, Einfluss auf deine Beziehung zu deinen Kindern und deinen Partner hat – du projizierst dein Inneres nach außen.

Jesus sagt in der Bibel: „Wer anderen vergibt, dem wird auch selbst vergeben.“ Finde also heraus, wo du in deinem Leben vergeben kannst, und du wirst auch mit diesem Kapitel deiner Vergangenheit Frieden finden.

Hat dir der Artikel gefallen und konntest du etwas wertvolles für dich mitnehmen? Dann teile ihn doch und lass es deine Freunde wissen, du unterstützt damit unsere Arbeit!

DANKE von Herzen, dass du uns ein Stück des Wegs begleitest! Bitte schreibt doch in die Kommentare, was ihr dazu auf dem Herzen habt!

Viele verschneite Grüße,

Benjamin & Mareen & kids

 

By | 2016-01-18T01:10:57+00:00 Januar 18th, 2016|Achtsamkeit/Bewusstsein, Allgemein, Familie & ElternSein|5 Comments

About the Author:

5 Comments

  1. […] Woche haben wir darüber geschrieben, wie du deine Vergangenheit loslassen kannst, um deine Gegenwart selbstbestimmt und glücklich zu gestalten. Diese Woche wollen wir dir […]

  2. […] recht wenig. Aber muss es das? Nein, die Frage ist, wie wir damit umgehen. Im Blogartikel über Vergangenheit sind wir darauf genauer eingegangen. Wenn du aber dein scheinbares „Versagen“ (Wichtig: Es gibt […]

  3. […] Woche haben wir darüber geschrieben, wie du deine Vergangenheit loslassen kannst, um deine Gegenwart selbstbestimmt und glücklich zu gestalten. Diese Woche wollen wir dir […]

  4. Bastian Grimm 16. Februar 2016 at 1:39 - Reply

    macht sehr viel Spaß zu lesen und der Artikel ist leserfreundlich geschrieben. Man kannn icht aufhören zu lesen danke für die tollen worte ihr habt mir bei meinen herausforderungen ein stück weiter geholfen danke 😀

    • Marla 16. Februar 2016 at 14:20 - Reply

      Hallo Bastian!
      Wie schön, das freut uns SEHR!
      Alles LIEBE!

Leave A Comment

%d Bloggern gefällt das: