Ein Blick in die Berge

Hallo ihr Lieben,

wir stehen seit gestern mitten in den andalusischen Bergen, oberhalb eines der kleinen typischen weißen Dörfer. Jedem Natur-Begeisterten muss hier oben das Herz aufgehen, das bekannteste Städtchen Ronda haben wir zwar nur gestreift, aber allein die Strecke dahin und danach ist unglaublich schön. Grüne Bergkuppen wechseln mit schroffen Felsen, hoch und runter auf gut ausgebauter Straße mit wunderschönen Blicken teilweise bis zum Meer und dem Felsen von Gibraltar (bei richtig guter Sicht bis Marokko!)

Der kleine Ort Benarraba ist geprägt von maurischer Vergangenheit und mit Kindern wunderbar zu durchstreifen. Die kleinen Sträßchen werden nur von den Einheimischen motorisiert befahren und machen ein Durchwandern mit unserer „Chaos-Truppe“ herrlich einfach und entspannt. Hier im Dorf können wir auch ein weiteres Mini-Ziel von der Liste abhaken: einmal durch einen „Cementerio“ streifen – das ist wirklich spannend und gibt einigen Gesprächsstoff mit den Kids. Die Friedhöfe sind hier ganz anders als in Deutschland, wir laufen staunend an Unmengen Plastik-Blumen vorbei, an ganzen Häuschen (mit Platz für die gesamte Familie). Am zweiten Tag nutzen wir den dorfeigenen Spielplatz samt Outdoor-Fitness-Geräten (gibt es hier öfter, meist an den Jogging-Routen) und die kleine Fee krabbelt über den Fußballplatz.

Die Orts-Oberen haben klug mitgedacht und direkt an der letzten Serpentine bevor es in die kleinen Gassen geht einen neuen (und kostenfreien!) Womo-Stellplatz geschaffen. Super komfortabel mit eigenen Wasser- und Abwasseranschlüssen. Und endlich klares Bergwasser, welch Unterschied zu der sonst so fürchterlich gechlorten Brühe… beim Duschen meint man im Schwimmbad zu stehen… für alles sonstige sollte man Trinkwasser in 5l-Behältern kaufen. Nur Strom gibt es hier leider nicht, obwohl die Anschlüsse bei der Planung wohl angedacht worden sind, sei‘s drum. Wir haben zwar kein Solar auf dem Dach kommen aber auch so ziemlich gut hin, für technische Fragen bitte an Ben wenden…

Wir bleiben zwei Tage in dieser Natur-Kulisse stehen, mampfen ein bisschen Sauerampfer von der grünen Wiese (oder zumindest etwas, was so ähnlich geschmeckt hat… 🙂 ) und erfreuen uns an der klaren Bergluft. Welch Gegensatz zu den vollen und touristisch geprägten Küstengebieten… und dabei sind wir ja jetzt in der „Nicht-Saison“ unterwegs… obwohl gerade jetzt zur Osterzeit (ab Palmsonntag ist Feiertags-Woche „Semana Santa“ in Spanien) schon so langsam mehr los ist – so mancher Campingplatz hat abends kein warmes Wasser mehr – zu viel Belegschaft. 🙂 Und andere Womobilisten trifft man immer mal wieder, sehr lustig, ein holländisches Pärchen haben wir jetzt schon an drei verschiedenen Stellplätzen getroffen.

Aber jetzt bin ich abgekommen: wir wollten doch vom Grünzeug erzählen… Im Zuge der Ernährungsoptimierung (welch heeres Ziel auf so einer Tour…) gibt es für alle – mittlerweile mit Begeisterung – einen grünen Smoothie zum Frühstück. Für mich gibt es den schon seit ca. 2 Jahren, seit der Italienrunde sind alle Familienmitglieder dauerhaft mit eingestiegen. Dafür schleppen wir auch unseren Trumm von Vitamix mit durch die Gegend, können ihn allerdings nur an externem Strom betreiben. Mit Bordstrom funktioniert nur der Stabmixer, das geht auch, ist aber nicht ganz so lecker.

Also, was braucht ihr? Zu allererst mal: Grünzeug, viiiiel Grünzeug. Der Vitamix-Behälter schafft ca. 2 Liter, eine riesen Tüte Spinat (oder jedes andere dunkelgrüne Blattgemüse, am besten Wildgrün) hat ungefähr 300g, dann noch je nach Süß-Wunsch 2-4 Bananen, eine ausgequetschte Zitrone und bisschen Wasser. Das ist so unsere Grund-Liste. Beliebig erweiterbar und umbaubar. Das ganze wird ergänzt mit wechselnden „Super-Food“-Zugaben. Zum Beispiel Kokos-Wasser, Chia-Samen, Hanf-Samen, Chlorella-Algen… dazu können wir später mal mehr schreiben. All das haben wir aus Deutschland mitgebracht, denn das hier zu besorgen stellt sich als schwierig heraus, mal sehen ob wir da nochwas finden, aber schon Bio-Obst und Gemüse ist eine große Herausforderung… gibt es nur vereinzelt.

Für uns geht es nun weiter: der Einkauf (siehe oben *grins*) ruft… und ein letztes mal der Waschsalon, wir haben eine kleine Kette ausfindig gemacht, die Waschautomaten an Tankstellen betreibt, super sauber, schnell, praktisch, mit Trockner. Leider im Westen Spaniens nicht mehr vertreten… schade. Wenn ihr mit Kindern reist und länger unterwegs seid ein unverzichtbares Hilfsmittel: www.lavomatic.es

Danach ruft uns ein lang gehegter Traum: WALE beobachten in der Straße von Gibraltar!!! Meint ihr, dass wird was??? Kommt mit, wir werden berichten!

Wir grüßen euch herzlich aus Andalusien

– bleibt auf Kurs!

Marla, Ben & Bande

By | 2017-07-16T02:10:26+00:00 April 4th, 2015|Begegnung, Gesundheit, Reisen, Spanien, Wohnmobil|5 Comments

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5 Comments

  1. Antje Wolf 8. April 2015 at 13:27 - Reply

    Wie groß die kleine Fee schon ist.
    Voll schön zu beobachten wie auch bei euch die Zeit vergeht.
    Im übrigen beeindrucken mich die südlichen Friedhöfe auch und ich durchstreife sie gerne, und finde die Art und Weise der Bestattung echt praktisch und sehr platzsparend

    • Ben 9. April 2015 at 0:12 - Reply

      Oh ja… man glaubt es kaum, sie hat schon ihren ersten Zahn… waaah! Und stellt sich schon hin, die verrückte Nudel…

  2. Antje Wolf 9. April 2015 at 13:11 - Reply

    Von Zahn ist bei uns noch weit und breit nix zu sehen. Aber Mädchen sind mit unter eh schneller und fiter. Und ja, stehen ist auch grad vom im Trend.

    Grüße

    • Ben 11. April 2015 at 11:35 - Reply

      Tja, sie werden viel zu schnell groß… Muss eben ein neues Baby her. HAHAHA

  3. Antje Wolf 11. April 2015 at 20:30 - Reply

    Aus dem Alter sind wir raus. Und mit dann 40 will ich kein Baby mehr haben. Wir sind dankbar für unsere gesunden Jungs. Aber wenn ihr wollt, nur keine Scheu. Hihihi

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