Abschied, Kennenlernen, Ausräumen, Einräumen, Starten – ENDLICH

Die letzten Wochen waren voll gepackt. Nach unserer Polen-Tour sind wir nochmal in der Heimat gelandet, um unsere Wohnung zu räumen. Dabei war natürlich auch Zeit zum Abschiednehmen. Erst einmal waren Oma und Opa zu Besuch, mit denen wir eine schöne Zeit zusammen verbracht haben. Besonders Pippi und Keo haben es sehr genossen, mal ganz alleine Zeit mit Oma und Opa für Spielen, Eisessen, Museumsbesuch und andere Dinge zu haben. Aber auch in unsere Wohnung wurde natürlich gespielt und da war dann auch die Lotti voll mit dabei. Nach 5 Tagen hieß es dann aber Abschiednehmen – das war nicht einfach. Auch mit unseren besten Freunden in Eichstätt haben wir uns noch ein paar mal getroffen. Die Kinder waren/sind Ein-Herz-und-eine-Seele und auch wir 4 großen Kinder hatten unseren Spaß mit dem falschen Griechen… 🙂
Aber auch neue Bekanntschaften durften wir schließen. Kurz vor Abfahrt war noch Zeit für ein gaaaanz schönes Treffen mit einer Familie ein paar Dörfer weiter, die wir leider erst jetzt kennenlernen durften – aber das war nicht das letzte mal – bestimmt, wir kommen wieder.
Nebenbei musste aber auch die gesamte Wohnung leergeräumt werden. Unsere super-nette Vermieterin (die beste der Welt – ganz sicher!!!) hatte uns angeboten, dass wir unseren gesamten Hausrat bei ihr unterstellen dürfen. Echt eine Riesensache! Kleiner Haken dabei war, dass die Kisten und Möbel dann doch die eine oder andere Leiter hinauf befördert werden mussten… Da war ich dann meist die ganze Nacht beschäftigt, während meine bessere Hälfte mit Baby-Satt-Bekommen beschäftigt war – die Arme…
So vergingen 2 Wochen mit ständigem Räumen, Schleppen usw. Die Kinder forderten natürlich auch ihre Zeit ein und das rollende Haus musste nebenbei auch noch für den TÜV fertig gemacht werden. In der ersten Runde hatten wir doch eine beachtliche Liste mitgeliefert bekommen, die musste nun elimeniert werden. Aber auch im zweiten Versuch waren die Herren der DEKRA nicht zufrieden, so dass ich abends noch „schnell“ den Auto-Bastler aus unserem Dorf besuchen musste, um auch das noch auszumerzen. So standen wir dann letztlich im dritten Anlauf mit Sack und Pack voll geladen, voll besetzt Samstag morgen beim TÜV und bekamen endlich die heiß ersehnte Plakette. Yes, die Fahrt konnte beginngen.
Vorher nahmen wir mit ein paar Tränen Abschied von unseren Vermietern, saugten und kehrten noch einmal durch die kahle Wohnung und rollten dann vom Hof. Doch halt – am Nachmittag des Vortages ereigneten sich noch 2 großartige Dinge (danke Gott!): 1. Nachdem ich schon fast die Hoffnung aufgegeben hatte, tauchte in der Garage in der riesen Wühlkiste der schmerzlich vermisste Wohnungsschlüssel auf – das ersparte uns (oder besser der Haftpflicht?) die Kosten für das Austauschen der Wohnungsschließanlage. Und 2. wurde just an diesem Tage in unserem Garten ein neuer Apfelbaum gepflanzt unter dem wir die Plazenta der kleinen Fee vergraben konnten – was für ein großartiger symbolischer Akt zum Start unserer Tour. Zu gegebener Zeit werden wir wieder zu dem Apfelbaum zurückkommen und können die Kleine dann zum Anfang ihres Lebens und unserer gemeinsamen Reise „führen“!

Nach dem bestandenen TÜV starteten wir Richtung Allgäu. Wir beschlossen in Kaufbeuren unsere erste Nacht auf einem WoMo-Stellplatz zu verbringen. Nach erledigten Einkäufen rollten wir auf den Platz und ergatterten den letzten Platz. Zu unserer großen Freude war nebenan ein riesiges Freizeit-Gelände mit Kletterpark, Schaukel, Matsche-Strecke usw. Ein Paradies für Kinder. Wenn wir nicht unbedingt zu unseren lieben Freunden ins südliche Allgäu gewollt hätten, wären wir wohl hier noch eine Nacht geblieben. So aber machten wir uns am nächsten Tag auf und fuhren nach Wertach. Meine romantische Vorstellung war unser WoMo vor deren kleine Hütte auf 1000m Höhe zu parken und die Natur zu genießen. Nur hatte ich nicht mit dieser Anfahrt gerechnet. Im ersten Gang holperte ich über den erst steilen und dann arg wellingen, waldweg-artigen Zufahrtsweg und setzte dabei prompt auf dem Fahrrad-Träger auf. Nun ist er wieder gerade nach oben gebogen. 🙂 (Der Vorbesitzer hatte ihn bei einem verunglückten Rückwärtsfahr-Manöver nach unten verbogen…) Wie wir hier wieder wegkommen werden, ist mir zwar noch nicht ganz klar, aber jetzt stehen wir erst einmal. Hoffentlich nicht bis zum ersten Schnee… tbc

(Wie immer die Gallerie bitte auf Seite 2 blättern!)

By | 2016-03-30T00:59:44+00:00 September 22nd, 2014|Begegnung, Wohnmobil|7 Comments

About the Author:

Benjamin ist Ehemann einer wunderbaren Frau und Papa 4 freier & wilder Kinder. Er reist für sein Leben gern und das am liebsten mit dem Wohnmobil. Skifahren, wandern und Technik aller Art sind seine Hobbys und Leidenschaft. Wenn er nicht gerade bloggt, recherchiert, schreibt oder Tatort guckt (meist nachts), "schafft" er als gutbürgerlicher Ingenieur für guten Sound im Fahrzeug.

7 Comments

  1. Cori 22. September 2014 at 18:35 - Reply

    Es ist echt schön, durch den Blog so viel von eurem Abendteuer mitzubekommen. Danke fürs ausführliche berichten und Gottes fetten Segen für die kommende Zeit.

    • B. 22. September 2014 at 22:53 - Reply

      He Cori. Gerne doch. Mal sehen, wie es weiter geht. Wir berichten. Heute war es mir eindeutig zu kalt. Brrrr….

  2. Veo 23. September 2014 at 13:24 - Reply

    Ich bin völlig baff, und zugleich hab ich großen Respekt vor diesem Unterfangen. Freu mich aber, dass ihr den Mut habt, und euren Traum wahr macht. Gott segne euch jeden Tag, bleibt behütet Es ist und bleibt spannend nicht nur für euch. Grüße aus O-O von der Wolfs-Bande!

    • B. 3. Oktober 2014 at 23:13 - Reply

      Vielen Dank! Grüße an euch!

  3. Anne 23. September 2014 at 14:49 - Reply

    Wir wünschen euch Gute Fahrt! Kommt gesund wieder! Liebe Grüße aus Dresden

  4. Leines 30. September 2014 at 9:19 - Reply

    Wir wünschen Euch viel Spaß in Viareggio!
    Natürlich möchten wir euch nicht ohne wohnmobiltaugliches Rezept entlassen. Passend zu Eurem Reiseland nennen wir es mal
    Canederli di formaggio
    altes Weissbrot, in Würfel geschnitten, (ca. 500 g), Zwiebel, Milch, Mehl (ein paar EL), 2 Eier, 100 g kräftiger geriebender Käse, 2-3 Kartoffeln vom Vortag, Petersilie (wem er schmeckt)
    Zwiebeln anschwitzen aber nicht braun werden lassen, Milch (ca. 1/4 l) dazu, heiss werden lassen, über das Weissbrot geben. Alle anderen Zutaten mit den Händen verrühren (Kinder!), Salz und Pfeffer dazu und Knödel formen.
    Flach drücken und je nach Gesundheitsstatus im Butter oder in Olivenöl kräftig ausbraten.
    Hinterher Wohnmobli kräftig lüften!
    Gute Reise!

    • B. 3. Oktober 2014 at 23:11 - Reply

      Vielen Dank, wir werden es testen! 😉

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